Pflanzenschutz

primavera lehnte sowohl die Trinkwasserinitiative als auch die Pestizidinitiative von Anfang an ab, die am 13. Juni vom Volk klar verworfen wurden.

 

Die Mitglieder von primavera erachteten die Auswirkungen einer Annahme einer oder beider Initiativen als sehr gravierend. Insbesondere hätte die Planbarkeit der Verarbeitung der produzierten Rohstoffe auf Grund der zu erwartenden hohen Ernteausfälle stark gelitten. Zudem hätten sich die Produkte wegen ihrer beschränkten Verfügbarkeit stark verteuert.

Innovationen statt Verbote

Besser als Verbote scheint den Mitgliedern von primavera deshalb zu sein, auf Innovationen auf freiwilliger Basis zu setzen. Diese werden durch verschiedene griffige Massnahmen aus dem Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundesrates ergänzt. primavera ist Mitglied des Sounding boards des Bundesamts für Landwirtschaft zum Aktionsplan Pflanzenschutz. Dieses Sounding board begleitet die Umsetzung des Aktionsplans und schätzt dessen Wirkung aus Sicht der Stakeholder ein.

 

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. April 2021 weiter die Vernehmlassung zu einem Massnahmenplan eröffnet, der das Wasser in der Schweiz besser schützen will. Der «Massnahmenplan Sauberes Wasser» enthält ein Paket von Landwirtschaftsverordnungen im Zusammenhang mit der parlamentarischen Initiative 19.475 «Reduktion des Risikos beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln». Mit den neuen Gesetzesbestimmungen wird der Schutz der Umwelt und der Gewässer vor negativen Auswirkungen des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden sowie vor Nährstoffüberschüssen gestärkt, unter anderem durch einen verbindlichen Absenkpfad für die landwirtschaftlichen Nährstoffverluste.

 

Die Mitglieder von primavera bringen sich zudem einzeln über geeignete Gefässe wie die IG Zukunft Pflanzenschutz in das Thema ein und engagieren sich weiterhin für sinnvolle Innovationen im Bereich des Pflanzenschutzes anstatt für Verbote. Dazu gehört auch die öffentliche Diskussion über Vor- und Nachteile von Genome Editing, die nun angestossen werden muss.